Die rekultivierte Deponie WeilbachVon 1968 bis 1985 wurde in den ehemaligen Kiesgruben in Weilbach Hausmüll und hausmüllähnlicher Gewerbeabfall verfüllt. Die Deponie liegt an der Straße zwischen Weilbach und Hattersheim, am Nordostrand der Gemarkung Weilbach im Stadtgebiet von Flörsheim. Die Deponie, die als Rottedeponie geplant wurde, hat eine Fläche von etwa 244.000 m2, wovon etwa 50.000 m2 mit Müll verfüllt sind.

Der ursprüngliche Betreiber, der Zweckverband zur Beseitigung von Müll im Main-Taunus-Kreis, hat die Anlage am 1. August 1970 in Betrieb genommen.

Aufgrund des vom Regierungspräsidenten in Darmstadt erlassenen abfallrechtlichen Bescheides wurde die Deponie im November 1985 stillgelegt und seither rekultiviert. Die Gesamtkosten für die Deponie Weilbach belaufen sich auf ca. 10,2 Mio. Euro, wovon die Investitionskosten für Sanierung und Abkapselung ca. 4,4 Mio. Euro betrugen.

Das ehemalige Betriebsgebäude der Deponie wurde umgebaut und ist heute als Naturschutzhaus Weilbacher Kiesgruben weit über die Grenzen des Main-Taunus-Kreises bekannt. Das Naturschutzhaus bietet in seinem Naturlehrgebiet, dem biologisch bewirtschafteten Garten, den Kiesgruben und im Haus mit Ausstellungen und Bibliothek Führungen und Veranstaltungen zu Umweltthemen.

Seit der Eröffnung 1991 hat es sich zu einem leistungsfähigen Umweltzentrum mit breitgefächertem Themenangebot entwickelt. Getragen wird das Naturschutzhaus von der Gesellschaft zur Rekultivierung der Kiesgrubenlandschaft Weilbach mbH (GRKW). Das Haus und das Gelände sind Teil des Naherholungskonzeptes Regionalpark RheinMain.


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