Belegschaft und Geschäftsleitung der Rhein Main Deponie GmbH freuen sich über Ihren Besuch der RMD-Webseiten. Wir wollen Ihnen die Gesellschaft des Main-Taunus-Kreises und des Hochtaunuskreises vorstellen, die für Betrieb und Nachsorge der Abfall-Deponien im Rhein-Main-Gebiet zuständig ist. Dazu beschreiben wir unsere umweltpolitischen Prioritäten und deren Umsetzung, beraten Sie nach dem Motto: "Wohin mit welchem Abfall?", stellen unsere Standorte vor und befassen uns mit dem wichtigen Thema der Sicherung und Sanierung der Deponien. Nach diesen reichhaltigen Informationen bieten wir auch etwas Entspannung, stellen Ihnen die teilweise recht seltenen Tiere vor, die auf den Deponien leben und nehmen Sie mit auf einen Rundgang zu den zahlreichen Kunstwerken, für die unsere Müll-Landschaften den Rahmen bieten.
Unter den Internetbenutzern sind inzwischen viele Menschen mit Behinderungen, für die diese Technologie neue Perspektiven geschaffen hat. Da sich für diese Menschen jedoch der Inhalt der Webseiten erst mit Zusatzeinrichtungen oder speziellen Programmen erschließt, enthalten bisherige Internetangebote oft unüberwindbare Barrieren. Gesetzliche Regelungen zur Barrierefreiheit von Webangeboten sind erst in den Anfängen, so dass die RMD mit dem barrierefreien Webdesign ihres Internetauftritts eine Vorreiterrolle übernommen hat.
Umweltgerechte Abfallentsorgung
Der Name Rhein-Main Deponie GmbH (RMD) steht heute für eine Firmengruppe, der im Rhein-Main-Gebiet die wichtige Aufgabe der umweltgerechten Abfallentsorgung auf verschiedenen Gebieten übertragen wurde. Dazu zählt nicht nur die Endverfüllung, Sanierung und Sicherung von Deponien, die schon seit Jahrzehnten in Betrieb waren, sondern auch das Betreiben der Recyclinghöfe auf den Flächen ehemaliger Deponien in Flörsheim-Wicker und Brandholz, Neu-Anspach. Dort werden Wertstoffen in den Wirtschaftskreislauf zurück geführt.
Der Stammbetrieb des Unternehmens RMD ist die Deponie Flörsheim-Wicker zwischen Wicker, Hochheim und Massenheim. Das 85 Hektar große, ehemalige Kiesgrubengebiet wurde 1968 vom Main-Taunus-Kreis erworben und anschließend zur Deponie ausgebaut. Damals ging es darum, überhaupt eine Möglichkeit für die zentrale Ablagerung von Abfällen zu schaffen. Mehr als zehn Millionen Kubikmeter Hausmüll, Klärschlamm und hausmüllähnlicher Gewerbeabfall sind bislang dort verfüllt worden.
Bereits Mitte der achtziger Jahre setzte sich in der öffentlichen Meinung durch, Abfälle möglichst zu vermeiden, immer mehr Abfälle zu verwerten und ausschließlich den Restmüll zu beseitigen. Dies war in Wicker der Start für die Einrichtung von Recyclinganlagen für Wertstoffe. Was mit der Aufbereitung von Beton begann, ist heute als Geschäftszweig ein solides Fundament der Rhein-Main Deponie GmbH und insbesondere ihrer Tochtergesellschaft Main-Taunus-Recycling GmbH (MTR); Anlagen zur Aufbereitung von Bauschutt und zur Kompostierung von Gartenabfällen sind ebenso seit einigen Jahren vorhanden wie eine große Wertstoffsortieranlage. Anlagen zur Schlacke- und Altholzaufbereitung sind realisiert.
Grundprinzip Wiederverwertung
Im Bodenbehandlungszentrum wird seit August 2004 eine biologische Bodenreinigungsanlage betrieben. Eine Stabilisierungsanlage ist seit 2005 in Betrieb. In der Bodenreinigungsanlage, die kontaminierte Böden biologisch behandelt, werden auf einer Fläche von ca. 7.500 m² jährlich ca. 200.000 Tonnen Bodenmaterial so aufbereitet, dass dieses wieder verwertet werden kann. In der Stabilisierungsanlage werden pastöse Abfallstoffe mit Bindemitteln gemischt, so dass ein Baustoff zum Einsatz in Baumaßnahmen auf der Deponie entsteht. So können natürliche Ressourcen eingespart werden und die Abfallstoffe einem höchst sinnvollen Zweck dienlich sein.
Ein Biomassekraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 15 Megawatt erzeugt "grünen Strom" für ca. 35.000 Haushaltungen. Durch den Bau dieser Anlage werden während einer 20-jährigen Betriebsdauer gegenüber herkömmlichen Kohlekraftwerken ca. 2,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger freigesetzt.
Darüber hinaus wurden Projektstudien für die Umsetzung einer Biogasanlage abgeschlossen und mit dem Bau eines Biogaskraftwerkes begonnen.
In der Deponie Wicker lagert man mittlerweile Innertstoffe als nicht brennbare Abfälle ein, vorwiegend aus dem Großraum Rhein-Main. Seit einigen Jahren sind nun die Aufgaben der Sicherung und Sanierung dieser Restmülldeponie immer wichtiger geworden. Dabei geht es um Kosten von mehreren hundert Millionen Euro, um das riesige Gelände vor Eindringen von Oberflächenwasser zu schützen, das Grundwasser reinzuhalten und die natürliche Deponiegasbildung zu kontrollieren und wirtschaftlich zu nutzen.
Neuordnung der Abfallentsorgung
1999 wurde die Abfallentsorgung im Rhein-Main-Gebiet durch den Landesgesetzgeber neu geordnet, nachdem der Umlandverband Frankfurt (UVF) dafür fast 24 Jahre zuständig gewesen ist. Die kreisfreien Städte Frankfurt und Offenbach und die Kreise Offenbach, Hochtaunus und Main-Taunus sowie die Städte Maintal und Bad Vilbel erhielten ihre Verantwortlichkeiten wieder zurück und schlossen sich zur Rhein-Main Abfall GmbH zusammen. Der bislang schon erfolgreich operierenden Rhein-Main Deponie GmbH wurden die Hausmülldeponie Brandholz bei Neu-Anspach, die Schlackedeponie Offenbach-Heusenstamm und das Umweltlabor in Frankfurt-Sossenheim übertragen.
Zum 1. Januar 1999 übernahm im Zuge der Neuordnung der Abfallwirtschaft in der Rhein-Main-Region der Hochtaunuskreis die Hälfte der Geschäftsanteile an der RMD, so dass nunmehr der
Main-Taunus-Kreis und der
Hochtaunuskreis gleichberechtigte Gesellschafter sind. Zum 31. Dezember 1999 wurden die Geschäftsanteile an der MTR, die bisher der Main-Taunus-Kreis hielt, auf die RMD übertragen. Damit ist die MTR jetzt Tochtergesellschaft der RMD, die 75,02 Prozent der Geschäftsanteile hält. Durch diese Konstruktion sind wesentliche Bereiche der umweltgerechten Abfallentsorgung gebündelt.
RMD und MTR erzielen zusammen einen Umsatz von rund 34 Millionen Euro; davon entfallen auf die RMD rund 20 Millionen Euro. Jährlich werden bis zu drei Million Tonnen Abfälle, Wertstoffe und Baumaterialien bewegt. Die MTR führt davon etwa 85 Prozent einer geordneten Verwertung zu. In beiden Firmen werden inzwischen 113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Neben dem Streben nach wirtschaftlichen Ergebnissen und kostengünstigen Entsorgungslösungen ist die Einhaltung hoher Umweltstandards oberstes Ziel. Um dies zu gewährleisten, hat die RMD ein Umweltmanagement-System nach DIN EN ISO 14001 eingeführt. Sowohl RMD als auch MTR sind als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert. Die MTR hat zudem ein Qualitätsmanagement-System nach DIN EN ISO 9001 eingeführt.
Wandel und Weiterentwicklung
Die Abfallwirtschaft entwickelt sich, wie andere Industriezweige auch, immer schneller. Die ständige unternehmerische Herausforderung ist deshalb das frühzeitige Erkennen von Marktentwicklungen, um die Unternehmensgruppe an der Spitze zu halten. Die Aussichten sind günstig, weil der bisher eingeschlagene Weg der engen Kooperation mit privaten Unternehmen als Betreiber der RMD-Anlagen sich als sinnvolles wirtschaftliches Konzept erwiesen hat.
Den Einbau von unbehandelten Abfällen, so wie wir diesen aus der Hausmülltonne kennen, hatte der Bundesgesetzgeber in einer "Technischen Anleitung Siedlungsabfall" (TASI) bis zum 31. Mai 2005 gestattet. An diesem Tag fuhr das letzte Müllfahrzeug nach Flörsheim-Wicker. Seit dem 1. Juni 2005 müssen die Abfälle "vorbehandelt" sein, soll heißen, z. B. in einer thermischen Anlage verbrannt werden. Die Schlackerückstände werden stofflich verwertet. Auf dem Standort der Deponie Wicker werden zum Beispiel u. a. die Schlacken des Müllheizkraftwerkes Frankfurt zur Verwertung aufbereitet.
Der Deponiestandort Flörsheim-Wicker ist durch weitere Ansiedlung von Gewerbe aus dem Bereich der Abfallwirtschaft zum Rhein-Main Deponiepark ausgebaut worden.
PDF-Broschüre (deutsch, englisch und französisch) "Von der Müllkippe zum Energie- und Recyclingpark"