Auf einer fast 10.000 Quadratmeter großen Fläche der Deponie Wicker, die speziell dafür befestigt wurde, ging im Jahr 2002 eine der leistungsfähigsten und modernsten Altholz-Aufbereitungsanlagen Deutschlands in Betrieb. In der Anlage können jährlich rund 90.000 Tonnen Altholz der Kategorien A1 bis A3 aus kommunalen Sammlungen (Sperrmüll), aus der Bauwirtschaft und aus anderen gewerblichen Anfallstellen qualitätsgesichert aufbereitet und der Industrie zur weiteren Nutzung zugeführt werden. Zu den Altholzkategorien A1 bis A3 gehören zum Beispiel Schalhölzer, Dielen, Holzmöbel, Kücheneinrichtungen, Baumstämme und ähnliches.
Nach der Anlieferung an der Waage erfolgt eine Kontrolle, um Hölzer mit höherer Schadstoffbelastung (Kategorie A4 - z.B. Bahnschwellen, Pfähle, Jägerzäune etc.) einer gesonderten Aufbereitungsanlage zuzuführen. In einem "Vorbrecher" erfolgt die Zerkleinerung der A1- bis A3-Hölzer auf rund 40 Zentimeter bei gleichzeitiger Magnetabscheidung von Metallteilen. Anschließend durchwandert das Material einen Shredder und eine Siebanlage, wobei die Spangröße des Produktes nach Wunsch von zehn bis achtzig Millimeter variiert werden kann. Die gesamte Anlage wird an den kritischen Stellen durch eine Filteranlage entstaubt, so dass dort Emissionen ausgeschlossen sind. Darüber hinaus erfolgen chemische Kontrollanalysen zur Sicherstellung und Dokumentation der begrenzten Schadstoffbelastung.
Das aufbereitete Altholz wird seit Mitte 2004 im Biomassekraftwerk der Deponie Wicker zur umweltfreundlichen Stromerzeugung verwertet. Betreiber der Holzaufbereitungsanlage mit einem Investitionsvolumen von ca. 2,5 Millionen Euro ist die
KKM GmbH.